Warum wird der Pupillendurchmesser berücksichtigt?
Die durchschnittliche Pupillengrösse verändert sich im Laufe des Lebens deutlich – ein Phänomen, das im Falle einer kleiner werdenden Durchschnittspupille auch als senile Miosis bezeichnet wird. Mit zunehmendem Alter verliert die Pupille auch an der Fähigkeit sich weit zu öffnen. Beobachtungen zeigen eine Änderung der maximalen Pupillendilatation um 50 % von fast 8,0 mm auf ca. 4,0 mm. Innerhalb einer Altersklasse kann jedoch auch bei Presbyopie eine beachtliche Variabilität beobachtet werden. Für die subjektive Wahrnehmung beim Blick durch einen spezifischen Brillenglasbereich ist die Wirkung über das gesamte Pupillenstrahlenbündel zu betrachten. Da die Fläche quadratisch mit dem Radius zunimmt, haben auch geringe Unterschiede einen spürbaren Einfluss auf das Sehen. Aufgrund der besonderen Situation inhomogener Stärkenbereiche bei Gleitsichtgläsern kann die Berücksichtigung der tatsächlich gemessenen individuellen Durchschnitts-Pupillengrösse über den Tag verteilt die Optimierung der Sehbereiche unterstützen und so zusätzlich die Sehqualität steigern.